Der Weg Oscar Romeros


Die Wochen vor Ostern stehen an der Stensenschule im Zeichen von Oscar Romero, dem mittelamerikanischen Bischof, der sich in den 70er und 80er Jahren offen gegen die diktatorische Regierung El Salvadors und für die Verbesserung der Lebenssituation v.a. der Landbevölkerung einsetzte. Im Morgenkreis haben Schüler und Schülerinnen verschiedenster Klassen sich Montag für Montag dem Glaubenszeugen ein wenig mehr genähert. Sie haben nachempfunden, wie angepasst und unauffällig Romero zu Beginn seines Pfarrerdaseins war, wie er immer fassungsloser wurde über die Unterdrückung der Bevölkerung und wie er schließlich den Mut fand, offen gegen die Unterdrücker zu predigen, gegen ihre Ausbeutungsmechanismen, gegen die Gewalt. Die Kirche müsse, so sagte er einmal, die Anwältin der Armen sein. In den Morgenkreisen ging es im zweiten Schritt darum, im eigenen Leben nach Spuren dieses Lebensweges zu suchen: Wann bin ich mutlos und traue mich nicht, für mich und für andere einzustehen? Welche Umkehrerfahrungen konnte ich machen? Wofür brenne ich in meinem Leben?




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