Einblicke in einen Misereor-Tag an unserer Schule – Kamerun 2026

Im Rahmen des diesjährigen Misereor-Tages an unserer Schule setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Land Kamerun auseinander. Die 10. Klassen erarbeiteten wichtige Grundlagen zur Lage und zur landschaftlichen Vielfalt des Landes in Zentralafrika und beschäftigten sich kurz mit dem tropischen Klima.

Im Mittelpunkt stand jedoch vor allem die politische und gesellschaftliche Situation: Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit der anglophonen Krise, den umstrittenen Wahlen sowie sozialen Problemen, wie Jugendarbeitslosigkeit, Korruption und ungleichen Bildungschancen auseinander. Auch die (v.a. wirtschaftliche) Bedeutung der Stadt Douala wurde thematisiert. Ergänzend dazu gestaltete eine Gruppe im praktischen Teil zum Thema Upcycling Blumentöpfe aus Scherben.

Nach dem ersten fachlich-inhaltlichen Unterrichtsblock näherten sich die 8. Klassen den Themen Aus-/Bildung & Kamerun auf kreative und interaktive Weise. Sie entwickelten unter anderem einen thematischen Escape Room und bereiteten den Schulgottesdienst vor den Osterferien vor. Außerdem gestalteten sie Rätsel und Quizformate, beschäftigten sich mit Umweltaspekten, wie der Teilnahme am 30. Schweriner Frühjahrsputz mit dem Sammeln von Müll rund um die Schule in der Feldstadt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf praktischen Aktionen, wie dem Backen von Bananen-Schoko-Cookies und anderen westafrikanischen Spezialitäten, die anschließend in der Schule verkauft wurden.

Auch der 6. Jahrgang setzte sich im 1. Unterrichtsblock mit Informationen rund um die Menschen und Tiere, die in Kamerun leben auseinander. Anschließend gestalteten sie den Misereor-Tag unter dem Leidthema Upcycling, indem z.B. defekte Fahrradschläuche repariert, ausgediente T-Shirts zu Taschen, leere Tetra Paks zu Anzuchtschalen umfunktioniert wurden. Außerdem probierten sie Rezepte aus Kamerun aus, z.B. Bananenbrot, gestalteten Osterkarten sowie Ostereier mit afrikanischen Mustern und Farben. 

Durch diese vielfältigen Zugänge zum diesjährigen Thema der Misereor Fastenaktion wurde nicht nur die Kreativität, sondern auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und globale Zusammenhänge gefördert, sodass der Misereor-Tag für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung darstellte.

Von Merle Steffen, Robert Börsch,
Silas Kussow & Heidi Schöner