Exkursion der 10. Klassen zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Lernen an der Gedenkstätte als historischer Ort

Alle drei 10. Klassen unserer Schule besuchten im Rahmen einer ganztägigen Exkursion die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Ermöglicht wurde der Besuch durch Fördermittel des Landes sowie durch die Unterstützung des Schulfördervereins, wofür wir uns herzlich bedanken.


Die Exkursion wurde im Geschichtsunterricht intensiv vorbereitet. Vor Ort nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer Führung in drei Gruppen teil, die es ihnen auch ermöglichte, sich inhaltlich mit den Biografien ehemaliger Häftlinge auseinanderzusetzen und Einblicke in deren Alltag im Konzentrationslager zu erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Arbeitsbedingungen der Häftlinge sowie auf der Nutzungs- und Erinnerungsgeschichte der heutigen Gedenkstätte. Der Besuch des Klinkerwerks und der Ausstellung in einer ehemaligen Häftlingsunterkunft verdeutlichte die extremen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge sowie die systematische Zwangsarbeit.


Anhand von historischen Dokumenten, persönlichen Gegenständen und Biografien lernten die Jugendlichen die Geschichte des Ortes und das Schicksal der dort inhaftierten Menschen kennen. Die direkte Begegnung mit den historischen Orten machte die Dimension der NS-Verbrechen auf eindrückliche Weise erfahrbar.
Ein Schüler brachte seine Eindrücke zum Abschluss des Gedenkstättenbesuches so auf den Punkt: „Vieles zur Geschichte und zu den Gräueltaten des Nationalsozialismus weiß man schon, aber es ist nochmal etwas ganz anderes, es hier vor Ort zu sehen.“
Auf die Frage „Was hat die Geschichte mit uns heute zu tun?“ antwortete eine Schülerin: „Es geht für uns darum, zu lernen, mit der sich aus der NS-Geschichte ergebenen historischen Verantwortung umzugehen und die Bedeutung der Menschenwürde zu wahren.“


Die Exkursion nach Neuengamme war für alle Beteiligten eine nachhaltige Lernerfahrung. Sie hat nicht nur historisches Wissen vertieft, sondern auch dazu beigetragen, das Bewusstsein für Verantwortung, Erinnerungskultur und das Einstehen für die Unantastbarkeit der Menschenwürde zu stärken.